CDU widerspricht selbstverbreiteten Gerüchten mit „Halbwahrheiten“

Siegfried Lang
stellv. Vorsitzender Siggi Lang

stellv. Vorsitzender Siggi Lang

In der letzten Woche hat der Mücker CDU Vorsitzende – sekundiert von den Mücker Grünen – einem wohl selbst in die Welt gesetzten Gerücht widersprochen. „Die Mücker CDU hat in diesem Jahr zum wiederholten Male das Thema „Bürgermeisterpension“ aufgebracht.“, so der stellv. SPD Vorsitzende Siggi Lang. Dabei sei es die CDU selbst, in Person ihres ehemaligen Vorsitzenden Brunn, gewesen, die das Thema vor einigen Monaten in Ausschüssen und Gemeindevertretung angesprochen habe. „Bereits damals wurde das von der CDU jetzt wieder aufgewärmte Thema geklärt. Schon interessant, dass jetzt erneut das selbst in die Welt gesetzte „Gerücht“ für Pressemitteilungen benutzt wird.“, betonte Lang.

In der jüngsten Pressemeldung der Mücker CDU kamen noch einige weitere „neue“ Aspekte hinzu. So sei ein neuer Bürgermeister „billiger“. Fakt ist, der Unterschied zwischen den Besoldungsgruppen B2 und A 16 beträgt im Monat 286,64 €. „Wenn Herr Kornmann und Dr. Ornik so viel Wert auf Kosteneinsparung legen und dies als Wahlargument anbringen, müssten sie eigentlich Matthias Weitzel wählen“, stellt Lang fest. „Die Spitzen der Mücker CDU und der Grünen lassen nämlich eines in ihren Ausführungen völlig außer Acht: Im Falle eines Bürgermeisterwechsels müssten im Jahr 2018 sofort und den Gemeindehaushalt belastende Rückstellungen gebildet werden.“

Der CDU und den Grünen sei empfohlen, sich hier in Allendorf (Lumda) zu erkundigen. Dort wurden durch den Bürgermeisterwechsel Rückstellungen in Höhe von 402.180 € erforderlich, die dann letztendlich mit zu erhöhten Grundsteuersätzen geführt haben. „Wer dies nicht glaubt, kann es im Archiv der Gießener Allgemeinen oder den Protokollen der Stadt Allendorf nachlesen“, so Lang „Im unwahrscheinlichen Fall, dass dies in Mücke geschieht, kommen auf uns sicher Rückstellungsverpflichtungen im gleichen oder höheren Umfang zu.“ Allein hieraus könne man die von CDU und Grünen als vermeintliches Wahlargument ins Feld geführten höheren Personalkosten mehr als 100 Jahre lang begleichen.

„Es sollte kein Argument sein, die Entscheidung für einen Bürgermeister allein von den Kosten abhängig zu machen“, so Lang weiter, „Wer dies aber wie CDU und Grüne ständig ins Feld führt, sollte dann aber auch die vollständigen Informationen liefern. Alles andere ist unehrlich.“