Kürzlich besuchten die Seniorinnen und Senioren der Vogelsberger SPD die historische Lahnstadt Limburg. Nach der Begrüßung durch die Stadtführerinnen am Katzenturm ging es auf historischen Wegen durch die mittelalterlichen Gassen. Vorbei am „Haus der sieben Laster“, wo die sieben Untugenden – in die Balkenköpfe als kunstvolle Figuren geschnitzt – den Besucher anstarren.
Der stete Blick nach oben lohnt. Hervorragende Stockwerke und Erker, aufwändig restauriert,verziert mit reichen Schnitzereien, galt es zu bestaunen. Die Erbauer waren wohlhabende Patrizier, Stiftsherren und reiche Händler. Sie errichteten die typischen Hallenhäuser der Altstadt.In die ebenerdige Halle konnte ein Pferdefuhrwerk einfahren, das von der Galerie aus be- und entladen wurde. Heute bieten die Hallen der Häuser vielen kleinen Boutiquen, Werkstätten, Restaurants und Cafes ein ungewöhnliches Ambiente.
Das Flair der Altstadt ist in Limburg einzigartig. Die Stadt besitzt einen der wenigen, im Krieg unzerstörten mittelalterlichen Stadtkerne Deutschlands. Sie beherbergt als Kostbarkeit eines der ältesten Fachwerkhäuser Deutschlands. Das Gebäude wurde 1289 im gotischen Stil erbaut. Auch das historische Rathaus ist ein Haus voller Kunst. Am Fischmarkt, inmitten der Altstadt gelegen, beherbergt es die städtischen Kunstsammlungen.
Egal von welchem Weg man sich Limburg nähert: Es ist der Dom, der den Blick einfängt. 1215 wurde mit dem Bau auf den Resten einer Stiftskirche begonnen. Nach nur 20 Jahren wurde das gewaltige Bauwerk vollendet. Das Ergebnis der Arbeit ist noch heute beeindruckend. Gebaut wurde der St. Georgs-Dom im Stil der rheinischen Romantik, zu erkennen an den Rundbögen und den beiden Türmen im Westen. Auch die folgende Epoche hinterließ ihre Spuren. Der Dom erhielt seine viergeschossige Wandgestaltung und seine sieben Türme. Am Dom endete die interessante Stadtführung. Auch der Vogelsberger SPD-Landtagskandidat Swen Bastian war zur Begrüßung der Reisegruppe nach Limburg gekommen.
Danach führte der Weg durch die historische Innenstadt zum Rathaus der Stadt. Hier wurden Ausflügler von Bürgermeister Dr. Hahn persönlich begrüßt. Nach der interessanten Vorstellung der Stadt durch den BGM wurde in einem historischen Gasthaus in der Innenstadt das Mittagessen serviert. Nach der Mittagspause galt es die Anlegestelle der „Wappen von Limburg“ zu erreichen. Bei geruhsamer Geschwindigkeit führte die zweistündige Schiffsrundfahrt auf der Lahn nach Schloss Oranienstein und zur St. Lubentius Basilika.
Nach dem Anlegen in Limburg fuhr die Gruppe mit dem Bus nach Holzappel zum Herthasee. Kaffee, Kuchen, ausgedehnte Gespräche, Erholung und die Möglichkeit eines Seerundganges standen auf dem Programm.
Für einige Teilnehmer zu früh, musste die Rückfahrt nach Oberhessen angetreten werden. Ein schöner, sonniger, von einem nach der Ankunft kurzen Gewitterregen unterbrochener, erlebnisreicher Tag ging zu Ende.

